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15. September 2010
Zum Weltkindertag am 20. September: Digitale Welt – miteinander erleben statt verbieten
Unter dem offiziellen Weltkindertags-Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ rufen Initiatoren dazu auf, Kinder im digitalen Raum nicht alleinzulassen, sondern sie durch Aufklärung, Begleitung und verlässliche technische Schutzräume stark zu machen. Doch was heißt das für Eltern? Wie können sie ihre Kinder unterstützen, wenn sie in der digitalen Welt eigentlich selbst Hilfe brauchen. Wenn Kinder, Eltern, Schule und Staat gemeinsam an einem Strang ziehen, wird es einfacher. Mit der Unterstützung von Experten geht es noch besser.
Gerade in der digitalen Welt treffen die sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Kindern, Eltern und Schule aufeinander. Während die Kids eine maximale digitale Freiheit möchten, geht das den Eltern meist zu weit und sie fordern weniger Zeit am Smartphone, Tablet oder Computer. Obendrauf kommt noch die Vorstellung der Schule, dass das Internet nur zum Lernen genutzt werden sollte. Der Weltkindertag 2026 rückt dieses Problem mit dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ in den öffentlichen Fokus und fordert auf, Kinder im digitalen Raum nicht alleinzulassen.
Kinder fit machen für die KI- und Medienzukunft
Dieser Aufforderung schließen sich die Experten von AV-TEST an und haben mit ihren Tests und Erfahrungen auch Tipps zum Thema. Aktuelle Studien zeigen: Kinder nutzen Smartphones und KI immer früher, doch Eltern unterschätzen oft die tatsächliche Bildschirmzeit. Dazu gesellt sich noch eine Forderung der Gesellschaft und Politik: Medienbildung muss an Schulen als feste Säule verankert werden, um digitale Chancengerechtigkeit zu garantieren.
„Während das zweite Thema nur von der Politik und Gesellschaft umgesetzt werden kann, gibt es für den Umgang mit Smartphones, Computer und KI einige Tipps von den AV-TEST-Experten“, sagt Erik Heyland, Head of Testing Labs bei AV-TEST.
Womit Kinder am Smartphone die meiste Zeit verbringen hält zum Beispiel die jährliche Studie JIMplus 2026 fest, JIM steht für Jugend, Information, Medien. In den Interviews mit je 400 Kindern zwischen 14 und 15 sowie 16 und 17 Jahren sind die Werte interessant, wann sie das erste Smartphone hatten und in Social Media eingestiegen sind. 50 Prozent starteten mit 10 oder 11 Jahren, weitere 25 Prozent mit 12 oder 13 Jahren. Lediglich 16 Prozent waren beim Einstieg in die Smartphone-Welt jünger als 10 Jahre. YouTube wird von 99 Prozent der Jugendlichen als genutzte Plattform genannt, mit annähernd 50 Prozent folgen jeweils TikTok, Snapchat und Instagram. Fast 50 Prozent aller Altersgruppen geben an, die genannten Plattformen täglich 1 bis 3 Stunden zu nutzen. Andere Medien und die Nutzung von weiteren Apps kommen dazu.
Der Einsatz von KI wird bei Kindern aktuell noch überschätzt. KI nimmt etwa in der Studie nur eine untergeordnete Rolle in der Nutzung ein und wird mehr bei Schulaufgaben genannt.
Ihre frühe Unterstützung zählt!
Da Kinder bereits mit 10 Jahren und früher in die digitale Welt mit Smartphones und Social Media einsteigen, sollten Sie an dieser Stelle Ihre Unterstützung anbieten. Dabei können Sie Ihre Kinder etwa mit passenden Apps unterstützen, auf Gefahren aufmerksam machen und beim Schutz vor Ausnutzung ihrer Daten zur Seite stehen. Hier unsere Tipps:
- Steuern Sie den YouTube-Konsum: So gibt es bei YouTube etwa die App YouTube Kids, die Inhalte automatisch für die Altersstufe filtert.
- Lenken Sie die Online-Zeit: Mit Kinderschutz-Apps, wie etwa Kaspersky Safe Kids oder Kids360, lässt sich die Online-Zeit begrenzen, mit Aufgaben ein Zeitguthaben verdienen und auch Kinder vor gefährlichen Kontakten schützen.
- Klären Sie zu Apps auf: Während Schutz-Software gefährliche Apps aussortiert, können ungefährliche Apps dennoch Datenkraken sein. Achten Sie darauf und nutzen Sie Services wie die kostenlose App Privacy Analyse. So finden Sie für Ihre Kinder und auch für sich schnell heraus, wer zu viele Ihrer Daten haben will.
- Sorgen Sie für Absicherung: Nutzen Sie Schutz-Apps für mobile Geräte, die von Experten geprüft wurden. Die kostenlosen Tests von Security-Apps für mobile Android-Geräte zeigen die besten Apps, die auch Zusatzfunktionen bieten, wie etwa Betrugsscanner für Links oder einen Identitätsschutz.
